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01 / FIREWALL-REGELN

First Match: Warum die Regelreihenfolge zählt

Zwei Regeln passen zu derselben Verbindung. Eine erlaubt, die andere blockiert. In einer First-Match-Regelliste entscheidet die zuerst passende aktive Regel.

Beispiel im Tool öffnen ↗

Der Fall: HTTPS vom Client zum App-Server

Unser Beispiel nutzt die Quell-IP 10.10.0.10, die Ziel-IP 10.20.0.10, TCP und Zielport 443. Der modellierte Pfad führt von Arbeitsplätze über die DMZ zur Serverzone. Die erste Firewall heißt FW-EDGE.

Relevante Regeln auf FW-EDGE im Ausgangszustand
PositionQuelle → ZielDienstAktion
110.10.0.0/24 → 10.20.0.10TCP 443Blockieren
210.10.0.0/24 → 172.16.10.10TCP 443Erlauben
310.10.0.0/24 → 10.20.0.10TCP 443Erlauben

Regel 1 passt und blockiert. Regel 3 würde ebenfalls passen, wird aber nicht mehr ausgewertet. Regel 2 hat eine andere Zieladresse.

In wenigen Schritten selbst ausprobieren

  1. Öffne das Beispiel über den Button und wähle dort Beispielprojekt laden. Es wird als neues Projekt angelegt.
  2. Unter Pfadanalyse sind die genannten Adressen, TCP und Port 443 voreingestellt. Klicke auf Analysieren. Das Ergebnis ist „Blockiert“.
  3. Öffne Firewall-Regeln und wähle FW-EDGE. Verschiebe „HTTPS zum App-Server blockieren“ mit dem Abwärtspfeil zweimal hinter die Freigaberegel.
  4. Starte dieselbe Analyse erneut. Jetzt greifen zuerst die Freigabe auf FW-EDGE und anschließend die Freigabe auf FW-CORE: „Erlaubt“.

Was du daraus mitnehmen kannst

Eine spezifische Ausnahme hinter einer bereits passenden allgemeinen Regel bleibt wirkungslos. Prüfe beim Aufräumen deshalb immer Quelle, Ziel, Protokoll, Port und Reihenfolge gemeinsam. Deaktivierte Regeln werden übersprungen; ohne Treffer gilt die Standardaktion des Übergangs.

Jetzt selbst nachvollziehen

Beispielprojekt öffnen ↗

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